Siehst, stille Dame, der Abend naht,
Es wird spät in den Illusionen, der Herbstwind
Prallt an die Fenster mit trockenen Erinnerungen.
Wir reisen, ohne zu wissen, was uns erwartet,
Wir verschließen uns immer mehr, wir schreiten
Tiefer in das Land der Stille, das wir fürchten.
Und die Zeit der Erinnerung kommt, eine Zeit kommt
Wenn wir vergessene Dinge
Mit unseren Gedanken berühren,
Es kommt mit der Nacht ein Geist, der uns Angst macht.
Siehe, stille Dame, so viele vergebliche Wege
Haben sich auf uns gelegt. Jemand unsichtbarer
Zählt die kargen Bäume, an denen wir vorbeigingen,
Jemand zählt die toten Sterne und die Schrecken
Die von niemandem vorhergesagt wurden.
Jetzt kommt der Abend und wir sind noch einsamer
Als die Liebe. Deine langen Schenkel haben die Zartheit
Ahnungslosen von Wachs. Deine Hände sind kalt
Wie das schwarze Warten des Lehms. Ich lasse dir
Was ich nie loslassen konnte:
Diese rostigen Schlüssel, mit denen ich öffnen musste
Den Tag wo ein Mädchen mit grünen Augen lebte. Ich
Höre, wie die Farbe der Erde in meinen Augen wächst.
Weiter gehe ich alleine.
Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
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