In meinem Herzen blühen
Noch Blumen wunderschön,
In meinem Haupte singt noch
Vielstimmiges Getön.
Doch auf den Haaren schimmert
Schon silbern frischer Reif,
Und drunter wogt Erinnerung
Wie Herbstes Nebelstreif.
Es hat die Sommersonne
Sich vor dem Frost versteckt,
Doch reift im Stillen weiter,
Was einst ihr Strahl geweckt.
Die feinsten Reben fordern
Nicht lauter Sonnenschein;
Erst Reif und Nebel zeugen
Den rechten Feuerwein.
Translator: Christian W. Schenk
see more poems written by: Carmen Sylva