Trauermarsch für tote Lieben,
Inniges Gold aus füßigen Fanfaren.
Wo sind die Schatten? Lang beweinen sie die Glocken.
Rhythmisch der Pollen seltener Silben
zittert in der Blüte bleichen Wege
von dem verzauberten Friedhof des Herbstes
bis weithin,
wie monotone Sterne.
Wie lange weinen ihre Glocken.
Ein Hurrikan von Ruinen der Klangrollen
Schwer geblitzt in der Wüste, Geisterleer,
Wiegst die namenlosen Kronen auf dem Weg
rollend auf den nassen Stufen, Flüstre und Grolle,
Trauerruhm hinter vergessenen Urnen und Stunden.
Wo sind, wo sind die Schatten?
Trauermarsch in der Abenddämmerung,
gewidmet den toten Bacchantinnen,
Gebet für die Gefallenen
Leidenschaften auf ihrem Ehrengebiet,
Vergänglicher Traum, der für ewige Erinnerung.
Grabstimme der letzten Blechbläser,
Beerdigungen unerwiderter Liebe,
Beerdigung der unbekannten Heldin.
Wo sind die Schatten? Lang beweinen sie die Glocken.
Translator: Christian W. Schenk
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