Manch großer Dichter
wenn er merkt, dass er gewiss einmalig ist
(oder, um es banal zu sagen, - originell)
er kehrt in die Literaturgeschichte etwas zurück
(indes des seines Landes und vielleicht
sogar in die der Welt), um
einige seiner Vorgänger zu erfinden. Seien diese
auch von einem kleineren Kaliber
oder sogar namenlos, es stellt sich heraus,
dass sogar der große Dichter kommt nicht so
aus dem Nichts, aus der Leere, sondern
wie jeder Mensch (auch literarisch)
von den Griechen, von Homer angefangen
auch er hat eine gesunde, nachweisbare Wurzel
und er ist keine weiße oder ausgemalte
Krähe
oder das hässliche Entlein
oder das Dark Horse, wie der Bleichsüchtiger sagte
oder sogar der Marsmensch (vergibt mir diese Art von kosmischem Wort...)
Das ist es:
um im Einklang mit der Welt zu sein
muss der Dichter ein paar Schritte zurück gehen...
Translator: Christian W. Schenk
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