ich war so müd
und litt.
Ich denke, dass ich litt an zu viel Seele.
Am Hügel öffneten die Frühe ihre Augenlider
und die unausgeruhten rote Augen.
Verloren – fragte ich mich:
Sonne,
wie spürst noch immer die verrückte Freude
emporzukommen?
Und an jenem müden Morgen
als ich mit Bleischritte in einer versteckten
Ecke ging, stieß ich auf eine Schaukel.
In ihr webten die Spinnen ihre kleinen Welten,
und Holzwürmer malmten die Stille.
Ich sah sie mit weitoffenem Gedenken an.
Es war die Wiege
in dem ein heut vergreiste Hand
von meinem Schicksal
gab mir den ersten
Schlaf, vielleicht den ersten Traum gewippt.
Mit den Erinnerungsfingern
betaste ich
langsam,
langsam,
meine Vergangenheit so wie ein Blinder
und ohne zu verstehen wieso
bin ich erlahmt
und schluchzend
fing ich an meine Wiege an zu weinen.
ich war so müd
von Lenzen,
Rosen,
Jugend
und von Lachen.
Verwirrt, suchte ich mich dort
in der alten Wiege
mit meinen Händen auf mich selbst
- als Säugling.
Translator: Christian W. Schenk
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