IN DEN BERGEN - Lucian Blaga
added by: Ioana D

Nahe der Ermitage die Mitternacht findet
Wesen, die aufrecht schlafen. Der Geist
des feuchten Mooses läuft durch die Höhlen.
Aus dem Osten kommen Schmetterlinge,
große Eulen um ihre Asche in den Feuern
zu finden. An den Tannenwurzeln, neben des
Schierlings Fluch, der Hirte legt,
über die von den Mächten des
Waldes erlegten Lämmer, Erde.
Über die Grate, die Mädchen der Almhütte,
stelzend - reiben ihre nackten Schultern
an dem Mond, ihr Abenteuer durchdringt
die Oberfläche der Scheibe von hellem Pulver.
Gelbe Pferde sammeln das Lebenssalz
aus den Gräser.
Lodern unter den Bäumen, Gott wird
kleiner, um den roten Pilze Platz zu machen
damit sie unter seinem Rücken wachsen sollen.
Im Blut der Schafe der Traum der Waldesnacht
ist länger und schwerer.
Auf vier tiefen Winden dring der, der Schläft
in den alten Buchen.
Unter dem Schild der Felsen, irgendwo,
ein Drache mit seinen Augen dem Nordstern
zugewandt, träumt von der blauen Milch
von den Almhütten geraubt.



Translator: Christian W. Schenk

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