Zu jener Stunde auf dem Bergkamm -
wo wir unter den Tannen weilten,
vernichtet durch das flammende Blau
aus dem klaren Herbstvortag -
Du warst neben mir von der Sonne
umschlungen eingenickt
im Tannen Zwitschern.
Im Zwitschern der Tiefen von wo,
zwischendurch, eine Kühle Briese kam.
In dem zurückgelassenen Tale,
auch der letzte Laut seit langem verblasste.
Wie eine Flamme fiel ein Blatt in deinem Haar.
Sich drehend im Fall, das Blatt träumte,
dass in diesem Jahr konnte es noch einmal
Feuerschmuck einem anderen Baum zu sein.
Auf dem Berg, auf dem Grat, verblasste
längst der letzte Laut.
Lichte, geflügelte Samen,
auf unsichtbare Fäden,
flogen über uns hinweg - von einem
Jahrhundert zum anderen getragen.
So versucht uns, manchmal drängend
zum Rohem, zum frommen Erstaunen.
Sie hat noch - sie hat noch Substanz die Natur.
Und in dieser unsagbaren Verschwendung
der Vorstellung, von einem zu nächsten
Augenblick, alles kann nicht nur Täuschung sein.
Die Luft bewegt die Samen
zum Ziele nur, zu den Mythen
kaum irgendwo gesehen.
Und während du lächeltest, wie in Bräuche,
ich legte dir einen Kuss in deiner Handfläche -
du wirst das nie entdecken! -
Ich tat dir in der warmen Handblässe ein Küss
auf der Lebenslinie, die dort für dich entstand.
Translator: Christian W. Schenk
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