Schlaf - Lucian Blaga
added by: Ioana D

Ganze Nacht. Die Sterne tanzen im Gras.
Die Pfade ziehen sich in die Wälder
und in die Höhlen zurück,
der Förster spricht nicht mehr.
Die Graueulen lassen sich wie Urnen
auf die Tannen nieder.
Im Zeugenloser Dunkelheit
beruhigen sich Vögel, Blut, Land
und Abenteuer in denen
man Ewig zurückfällt.
Es dauert im Wind eine Seele fort,
ohne heute
ohne gestern.
Mit tauben Gerüchten, heiße Jahrhunderte
steigen durch die Bäume.
Im Schlaf wie eine Welle, mein Blut
zieht sich aus mir
in den Eltern zurück.



Translator: Christian W. Schenk

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