ULYSSES - Lucian Blaga
added by: Ioana D

Vom Hafen in den Buchten
dein Blick schweift ringsherum.
Es ist so ruhig wie am Tag
als ich wie ein Dieb zurückkehre
und habe dein Leben, die Schwelle,
den Hausflur von Gästen geleert.
Gib acht, du Penelope,
wie glatt der Spiegel ist.

Das klare Meer erstreckt sich
auf einem Knochenkies.
Ist keiner mit dem Bug
um es zu brechen, mischen.
Nur Schlangen drängen das Wasser
zu einem Horizont, erratene Küste,
Tiefen überquerend
als Fragezeichen.

Der Mast verfault
am Zeitenende,
dort zwischen Hades
und jenen Spitzen Nimbus.
Täuscht mich die Stunde nicht
um Schmucke zu zählen,
auch ruft nicht von hinten
Stürme gestrig und Zauber.

Siehst, jede Erinnerung
ist nur die Spur der Wunden
etlichen Ländern, durch die Jahre,
an Kreuzungen der Zölle.
Warte keine Erlebnisse
erfunden und erlesen.
Nutzlose Schöpfung
es geht um was man Webt.

Aber wie gut ist es am Hafen
in Wortlos soll‘n wir weilen -
und ohne ein Gedenke
und wie unter der Erde,
sollst hören welcher Stille
im Summen eines Schwarms,
die Schönheit und der Tod
arbeiten über uns.



Translator: Christian W. Schenk

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