UNGEBETENE GÄSTE - Lucian Blaga
added by: Ioana D

Erneut gingen die Fürsten Daziens
nach Norden, woher sie kamen,
mit Schafen und mit Auerochsen.
Auch die Anderen, die aus dem Osten
mit Mauren und Kamelen kamen,
gleichfalls trauten sie sich
später, am Abend.
Die Jungfrau in der großen Aufregung
wundert sich nicht,
dass sie ihre Schmuckschuhe verlor.
Maria möchte Ruhen
nach so viele Gäste,
sie möchte von nun an Frieden,
und die Freude
soll ihr sein, völlig.
Vielleicht wäre es besser
den Stern am Tor auszublasen.
Sie alleine ist schuld daran,
dass so viele angeschleppt
aus vier Windrichtungen kommen,
mit einem Schicksals Seufzer.
Der gleichen gelassener Meinung
ist auch das alte Maultier,
dass reißt die Schuhe in Stücke
im Stroh und Heu gefundene.
Maria hatte bis jetzt noch keine Zeit
nicht mal nach ihrem Zögling zu sehen
von so viele Botschaften
von so vielen Straßen.

Sie beugt sich über die Krippe
und über das Licht, Maria.
Ihre Milch sprudelt vor Liebe
aus ihren Brüsten hervor
und benetzt ihr Bastseidenes Hemd.



Translator: Christian W. Schenk

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