Als der einsame Herr R.
zufällig in der Nähe ankam
zu der sensiblen Fräulein N. sagte er:
"Ich bin froh, dass es Sie gibt."
Auf ihr erstauntes und empörtes
Schweigen antwortete er:
"Ich denke,
sie hätten nicht existieren können."
Aber sofort, als er versuchte,
den Fehler zu beheben, sagte er:
und das war in der Tat seine feste Überzeugung
(die er jetzt bereute, in Frage gestellt zu haben)
"Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Existenz."
verstehend (zu spät),
dass er das Maß überschritten hatte
wurde er umgänglicher,
korrigierte es sich wie folgt:
„ich wollte eigentlich sagen, dass
ich mir selbst dafür gratuliere, dass sie existieren."
Erst jetzt hatte Herr R. einen gewaltigen
Fehler begangen.
Im Handumdrehen verstand er, dass der letzte Satz
unverschämt und zweideutig war,
mit hybriden Andeutungen
und unterdrückte Absichten, sogar
mit absurder Eitelkeit (als ob die Fräulein
würde ihm eine gewisse Existenz verdanken),
dass daraus eine autarke Art entsteht
und Solipsist und machte sich lächerlich.
Herr R. änderte völlig seine Diktion
und wurde analytisch:
"Ich meine, eigentlich, dass ich feststellte,
dass sie eine sensible Person sind."
Diese Formulierung hatte offensichtlich
einen Fehler:
das Wort "Person" bedeutete,
ich weiß nicht was
für eine Anspielung, als ob
Mr. R. eine Person sei, das Fräulein auch,
Schafte er dadurch eine Art
Gemeinschaft zwischen ihnen,
eine Art Brüderlichkeit, Zugehörigkeit
zur gleichen Familie.
"Genauer gesagt, ich habe mit Freude festge-stellt,
das sensible Objekt zu finden."
Und nach einer Pause, in der errötete:
"Ich meine eine heikle Idee, oder jedenfalls,
die Möglichkeit einer solchen Idee, oder
der Verdacht (grundsätzlich eher unklar)
über die Möglichkeit,
generell die Idee wie im Prinzip
man kann zugeben, dass wenn
die Existenz die höchste Art der Nicht-Existenz ist,
dann ist Nicht-Existenz kein Bewusstsein ist,
also
folglich es existiert nicht".
Hier, das sensible Fräulein N., wegen
das seltsame Verhalten des fremden Herrn, wurde,
am leichten Ende des Abends, so verschwun-den,
so dass Herr R. schloss:
„Herr, ich spreche wieder
allein auf der Straße, wahrscheinlich
habe wieder vergessen, die Tropfen zu neh-men."
Translator: Christian W. Schenk
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