Im Schatten der großen Abhandlungen
mittelalterlicher Astrologie, in Blüte,
lauerte ich dem Gleichgewicht dieser Sternzeichen,
ihrem kaum wahrnehmbaren Atem.
Ich sah seine tiefe Ruhe, gefangen in einem goldenen
Schlaf wie in einem Netz.
Seine Agonie fühlend, sah ich mein Blut betäubt,
wie es sich einlässt
mit dem Styx zu Erebos,
den Geistern: nur dort unter
den massiven, grauen Nebeln
konnten die Trugbilder des Fleisches erlöschen und jene
allzu merkwürdigen Motive
mit denen der Bauch einer Geige
seine Kristallmelodie
unterhält.
Der Vers aus der Mitte meines Gedichts scheint ewig auf
Glanzpapier geschrieben zu sein.
Wie oft glaubten wir nicht, die Worte der Bewunderung
in hellenisch zu finden,
wie oft träumten wir beide nachts, dass wir die Reime
in den Schnee
pflanzen... und jedes Mal hackte ein unsichtbarer,
phantastischer Säbel
unsere fiebernden, benommenen, gierigen Finger ab...
Wer wird die Waage trüben? ...
Diese zeitlose Frage
trotzt mir.
Translator: Christian W. Schenk
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