Du hast dein Lied in mir gelegt
Eines Nachmittags, erregt
Als das Fenster der Seele, gut verriegelt
Hatte sich im Wind geöffnet,
Ohne zu wissen, dass ich dich singen höre.
Dein Lied erfüllte den ganzen Raum
Die Schubladen, die Kisten und die Läufer,
Wie ein Schalllavendel. Siehe,
Die Riegel sprangen,
Und mein Kloster blieb für ganz unverschlossen.
Und vielleicht wäre es nichts gewesen
Wenn es nicht eintrat, um zu graben
Mit dem Lied und deinem kleinen Finger,
Welche wie Amsel die Klappen berühren
Und dein ganzes Wesen mit sich bringen.
Mit dem Donner brachen auch die Wolken kaum
Im geschlossenen Universums Raum.
Der Sturm brachte die Krähen,
Die Bienen und die Blätter... glatter
Sind die spröden Balken wie die Blumenblätter.
Warum hast du gesungen? warum hab dich gehört
Du gingst kauend mit mir Gelobte
Ungeteilt in die Gewölbe.
Du kamst von unten und ich kam von oben.
Du kamst von Lebenden, ich von den Toten.
Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
see more poems written by: Tudor Arghezi