Während das Licht der Sonne kaum sehen ist
Auf einem Berg, auf einer Wolke Stirn,
Und der kühlere Zephyr zu ächzen beginnt
Auf der Ebenen scheint noch ein Gestirn;
Bei diesem schönen Wetter im traurigen Tal,
Beim Lärm mehrere Sänger lebe ich,
Am höchsten Berggipfel sitze ich in Sakral,
Der Einsamkeit halte ich die Hand für dich.
Ich drehe meinen Blick zurück, nach vorne
Nach rechts, nach links, nach oben, und nach unten,
Und überall seh‘ ich nur Dorne
Und Herzblut finde ich die Kunterbunten.
Wenn mir ein Flachland voller Gras sich zeigt,
Darauf ermüdet Augenblicke laufen,
Und alle Blumen gesprenkelt sind in Zeit
Mit fortschreitender Nacht sich raufen,
Wenn Dichterhain mit zu großer Stirn
Es krönt das Feld, sieht schöner aus
Und unaufhörlich strömt Süße aus ihrem Hirn,
Es kommt ein kühlerer Wind von Ebenen Hinaus.
Auf der einen Seite windet sich ein Bach,
Wie eine Leinwand sieht es unten weiß
Und es scheint mir, als ob es flattert wach,
Auf Steinen sich bewegt die Flut ganz heiß.
Mit welcher Freude hört man aus der Ferne
Die Stimme einer Hirtin, die Pfeife eines Hirten,
Was sich zur Seite wendet gar zu gerne
Und lässt den Wachhund mit dem Winde flirten.
Doch hier, ganz nah, ein Murmeln ist zu hören;
Könnte es ein Fluss sein, der hier heimlich fließt?
Wenn der Hirte an ihm vorbeigeht, ohne ihn zu stören,
Ein Augenblick das Rauschen sich verschließt.
Und dort die Philomele, voller Kummer,
Im Schilf Verborgen singt mit ihrer schönen Stimme
Die durch das Echo geht, erzählt in Schlummer
Den Anderen, was auf dem Berge glimme.
Von den Seiten der Windgott hört gern‘ zu
Und wandelt in den Blättern er wie ein Schatten;
Er betet nur manchmal und bittet ab und zu,
Dass das Lied soll nimmermehr ermatten.
Auf jene Einsamkeit, die das Auge hoch betrachtet
Wenn die Sonnenstrahlen die Natur beherrschen,
Sobald der Schatten in die Nacht das Licht entmachtet
Die Sternhaufen fangen an zu leuchten.
Langsam der Mond, der ewig Licher Herrscher,
Erhebet sich weiß am Horizont,
Und voller Freude, als der große Wächter
Setzt sich meist durch, indem er sich bedankt.
Jetzt kommt der Schlaf ganz leicht zur Ruhe
In seinem Schoß hält Sterbliche;
Der gnädige Geist oben befiehlt der Friede:
Möge ewig sein in Gnade alle Erdstriche.
Mit vieler Starrheit geht er voller dröhnen;
Um ihm herum kehrt Regenguss zurück,
Die Erde scheint im süßen Schlaf zu stöhnen
Der Himmel fällt über des Waldesstück.
Doch diese armselige, trostlose Seele,
Ruhe, Zufriedenheit, kann nicht mehr finden;
Wo auch endlos die Freude stecken bleibt in Kehle,
Und deshalb will an seinem Ort sich binden.
Er weiß nicht was er sucht, es fehlt etwas, ganz still
Das Wesen, das ihn glücklich machen kann gar sehr,
Und ist nicht in der Lage zu finden, was er will,
Im Nebel seines Kummers verirrte sich er noch mehr;
Genau eines Bootes verloren auf dem Meer
Gepeitscht von Stürmen kann er kein Ufer finden;
Auch Hoffnung hat er keine es finden, nimmermehr,
Die Wellen peitschen arg, die Zeit vergeht im Winden…
Translator: Christian W. Schenk
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