SONETTE V. - Mihai Eminescu
added by: Adina Speranta

Im Geheimen...

Im Geheimen ist die Leidenschaft gewesen,
Den Lohn schien mir dein Auge zu verbriefen,
Vermeint’ ich doch, in seinen dunkeln Tiefen
Die Träume ewig wilder Lust zu lesen.

Ich kann nicht mehr. Sie, die nur scheinbar schliefen,
Begierden schreien laut, verlangen Wesen;
In deiner Glut soll meine Glut genesen,
Denn deine Geister sind’s, die wach sie riefen.

Die Lippen brennen mir, es ist ein Leiden,
Wenn sich die fieberkranken Augen heben,
Wie leuchtet deine Haarflut blond und seiden!

Nicht soll dein Atem Seufzer nur beleben,
Dein Lächeln sich an meinem Rausch nur weiden.
Mach meinem Schmerz ein Ende... du mein Leben.



Translator: Christian W. Schenk

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