Die Nacht ist kalt und leer, | kein Stern will noch entfliehn,
Die Schatten stehn umher, | wo Nebel niederziehn.
Der Wind, er singt vom Tod, | vom Schmerz und kaltem Wahn,
Wo Leben einst gedroht, | herrscht Dunkel ohne Bann.
Die Sonne scheint und wärmt das Land,
Land erblüht durch Gottes Hand.
Hand berührt das klare Meer,
Meer erzählt von Zeiten her.
Was ich bin, das zeig’ ich nicht.
Ein Schatten tanzt im Morgenlicht.
Was ich brauch’, das nehm’ ich mir.
Ein leiser Schmerz, ein wildes Tier.
Diu naht ist kalt unt lêr, | kein sternen lieht gesiht,
Diu winden klinent hêr | von tôt und dunkelen gêwiht.
Diu sêle weinet stille, | si sucht nach lîp und gît,
Diu êre tuot ir wille, | diu werlt in nebel blît.