Ich habe so großen Durst nach dir!
Wenn ich dich trinke
Die Flamme deiner Lippen steigert den Durst
So wie ein heißes Land.
Entschlafene Gesichter aus dem dichten Nebel
Das Gedächtnis sieht sie durch einen Vorhang
Und dann lässt mich in Mund mit einem Knebel,
Das Ganze findet sich erneut im Anfang.
Unsere Liebe war verdreht, sinnlos,
es begann im Frühling
wie ein Maiglöckchen
und starb schließlich wie ein Schrei.
Natürlich lebt ein Traumgespenst in mir
Durchdringend meinen Geist wie eine Nadel.
Es sagt mir, dass alles, was gut hielt, schlecht ist
Und stellt mir Fragen, zu denen ich schweige;
Ich suche dich, du Wind, über allen Hürden,
Um dich zu fangen und dich Stalker machen
Auf alle Worte, die noch nicht gesagt wurden -
Um sie ein Windhund heut‘ zu bewachen.
Wir warten ernst, es regnet von des Himmelszelt
Mit dem Schicksal an unserer Seite wir altern;
Ein anderes Licht, eine andere Luft, eine neue Welt
Und wir reisen ewig unserem Ziel entgegen.
Wer starb wohl wie ein Blatt?
In der gefrorenen Stadt,
In der unruhigen Stadt?
Meine Jahre vergehen wie Herbstbäume
Mit Liebe, Traurigkeit und Freude;
Über Kalender, über die Tage ich mich beuge
Und mag Weihnachtslieder, die Heilige Maria.
Auf leeren Gipfeln, ohne Leben,
Wo selbst der Adler nicht aufsteigt
Ich trug die Last, gar voller Streben
Der lebenshungrige Körper verneigt.
In jenem Land unterscheidet man den Stein nicht
von Vogel oder von dem Geist:
sie sind aus Watte und Pappe.