Page Cupido, der Bengel,
Ist verzogen, schlimm und schlau,
Tollt mit Kindern, aber steigt auch
Keck ins Bett der schönsten Frau.
Nieder ließ ich die Gardinen,
Sitz’ am Tannholztisch allein,
Flackernd brennt das Ofenfeuer,
Träume spinnen still mich ein.
Blauer See in Waldestiefe
Wo die Wasserrosen ranken,
Beben Wellen aus der Weite
wird ein Boot auf ihnen schwanken.
- Hast du dich vertieft vergebens
In den Himmeln, Wolken, Sternen?
Sollst dich nicht von mir entfernen
Du, die Seele meines Lebens.
Abends am Hügel hört man das Alpenhorn weinen,
Herden klettern hinauf, den Weg die Sterne säumen,
Klagende Quellen sprudeln ihr Wasser noch reiner;
Bei der Akazie, Liebste, harrest du meiner.
Aus dem Dunkel toter Welten, die noch schöne Märchen hatten,
Drin die Menschen Dichter waren, strahlst du, fernes Ideal,
Meinen Sinnen gegenwärtig, lieblich jugendlicher Schatten
Andrer Götter, Sterne, Fluren, weiß ich doch, du warst einmal.