Ein Zeichen dir verlangen mir nicht vergessen sein?
Ich würde dich verlangen, doch du bist nicht mehr dein,
Sollst nicht die welke Blume aus deinem Haar mir schenken,
Mein Wunsch, der mir geblieben: sollst nicht mehr an mich denken.
Das Album ist ein Maskenball von Leuten,
Die alle etwas hoch die Nase tragen,
Wer wird auch gleich nach dem Charakter fragen...
Sie reden gern, doch hat’s nichts zu bedeuten.
So viele Sterne dort am Himmel brennen
Und Wogen hier des Meeres Breite messen,
Wer kann, woher sie sind, wozu und wessen,
Aus ihrem Glitzern, ihrem Schein erkennen.
Vergangen sind die Jahre wie Wolken ziehen,
Vergingen Jahre, die nicht wiederkehren,
Denn Märchen, Lieder, Rätsel, Bauernlehren,
Die einst dem Knaben den Augenglanz verliehen,
Im Geheimen ist die Leidenschaft gewesen,
Den Lohn schien mir dein Auge zu verbriefen,
Vermeint’ ich doch, in seinen dunkeln Tiefen
Die Träume ewig wilder Lust zu lesen.
Erloschen ruht Venedigs großes Leben,
Du hörst kein Lied, dich lockt kein Licht zu Bällen;
Durchs Prunkportal auf Marmortreppen quellen
Des Mondes Strahlen, an der Wand zu kleben.
Wenn selbst die Stimmen müd’ verstummen,
Umwebt mich einer sanften Frommheit Klingen -
Dann ruf ich dich; doch wird mein Ruf dich zwingen?
Wird nicht mehr kalter Nebel dich vermummen?
Seit jener Stunde heiligem Begegnen
Verging die Zeit, ich kann sie nicht mehr messen,
Doch wie wir liebten, kann ich nicht vergessen,
Laßt, große Augen, kühle Hand, euch segnen.
Der Herbst ist da, die Blätter wehn zu Haufen,
Der Wind treibt schwere Tropfen an die Scheiben;
Vergilbter Hüll’ entnimmst du alte Schreiben
Und läßt dein Leben still vorüberlaufen.
So zart wie eine Kirschenblüte
Vor meinen Augen lichte sitzt,
Und wie ein Engel voller Güte
Auf meinen Lebenspfade trittst.