Ich gehe in den Berg hinein. Ein Steintor
schloss sich langsam. Gedanken, Traum
und Brücken heben mich hoch.
Was für blaue Seen! Was für hohe Zeit!
Eine gestrige tiefe Stimme erhob sich
bitter, bitter, bitter.
Viele Engel starben und ließen
ihre Tonerde im Land.
Eine Krankheit ist in die Welt gekommen,
unverschämt, und ohne Namen.
Ist es ein Wesen? Oder nur der Wind?
Nach zwanzig Jahre gehe ich wieder
über die gleichen Straßen
wo ich der kleine Freund, der Dorf, Erde war.
Ich trage jetzt das Fieber der Ewigkeit in mir,
Bruder, jedes Buch scheint eine besiegte
Krankheit. Doch der, der dir gesprochen hat,
ist in der Erde. Ist im Wasser. Ist in dem Wind.
Oder viel weiter.
Wo bist du, Elohim?
Die Welt aus deinen Händen ist
wie Noahs Taube weggeflogen.
Du wartest vielleicht auch heute noch auf sie.
Unterirdische Maschinen sausen.
Ins Unsichtbare, über die Türme,
interkontinentale elektrische Nachrichten.
Von den Häusern die Antennen
Das Schloss ist dasselbe
in der Luft und im Wasser.
Die Vergangenheit am Tor
lässt die Laufhunde los.
Nacht. Unter den Sphären,
unter den Meeren,
die Monaden schlafen.
Gestraffte Welten,
Zeitlose Festung, grüne Spinnenbrut
unter dem Moos und den Rinnen. -
Auf dem Turm unter der Uhr, nachdenklich
die Zeit steht. Ein Spatz läuft auf dem Zeiger.