Herbstzeit, verwünschtes Mädchen
Armseliges Mädchen!...
Verwünscht, jedoch auch schön
Und auch kokett,
Alte Stoffe, eine Mandoline,
Ein Cézanne und zwei Gauguins,
Vier Bronzemasken:
Beethoven, Berlioz, Wagner, Chopin,
In den alten Kupfer Leuchtern
Drei Wachskerzen werden kleiner -
Nehmend ab wie Sommernächte,
Und im alten Kupfer Leuchter
In der Stadt mit dreihundert Kirchen,
Seit drei Jahren,
Läuten die Glocken allzeit...
Und die Stadt ist voller Menschen
Ich war nicht gestern,
Auch nicht heute,
Und werde es nie sein,
Umso mehr, nicht mal morgen, nach dem Tod,
Heut Nacht hat es sonst geregnet,
Denn Gott der tut, all was er will...
Zu meinen Ehren eine Nacht es regnet...
Eine Nacht es regnete ihr zu Ehren...
Öffne mir das bemalte Tor des Herzens
Mit Zinnoberrot und Kobaltblau,
Und trete ein - glückliche Siegerin -
In meinem klitzekleinen Warteraum
Gestern -
Habe ich angefangen, Fragezeichen zu entschlüsseln -
Er schritt mit der Majestät eines weisen Jungen
Über die Schwelle alter Legenden
In mir,
In dir
Und in ihm
Singt das Herz
Oder,
An jenem Tag, der Himmel geschwärzt von Rauch,
Schien
Eine bröckelnde Kathedralendecke;