Süßer Engel sanfter Tugend
Der du freundlich mich umkreist,
Auf die Wege meiner Jugend
Heitre schöne Blumen streust:
Blumen viel der wundersamen
Leuchten süß im Wald und Haine,
Doch wie ihr ihr Glockenblumen
Hat von allen Blumen keine
Du wunderschöne Mägdlein,
O sag! wo kommst du her?
Mit deines Mundes Lächeln,
Mit Augen, hell und her?
Wär' ich, Geliebte, der Blumen Wonne,
Wüchse am Bache, im tiefen Tal,
Gäb' ich den Tau hin, die hehre Sonne,
Für deiner Augen einzigen Strahl.
Ja, von mir zu dir hin sind
Nichts als helle Sterne, Kind!
Kennst du sie in dunkler Ferne?
Doina, Doina! süßes Lied,
Wie der Sang mich hält und zieht!
Doina, Doina, Feuersang!
Bin gebannt durch deinen Klang!
Als ich bei der Mutter war
Ob ich schaffte, nichts tat, war
Lieb ich ihr doch immerdar,
Seit ich bin im Ehestand,
Bitter weh ist mir im Sinn,
Seit ich von dir gegangen bin,
Seit drei Monden und drei Tagen
Will ich Frieden mir erjagen.
Herzige Liebesgötter singen
Lustig wie die Vögel, schwingen
Über Hügel, über Felder,
Durch die Wüsten, durch die Wälder
Mein Mütterlein! O weine um mich,
Denn dein starker Bursch war ich,
Hielt dir fern die Noth der Welt,
Hab' dir stets dein Feld bestellt.