O weh! o weh! was fang' ich an!
Die Mutter den nicht leiden kann,
Der mir gefällt, gefiel er ihr
Nur ein wenig so wie mir,
Flüstre Eschenblatt und sage
Ihr, wenn wieder sie bei Tage
Zu dem Brunnen kommt, im Garten,
Will versteckt ich auf sie warten,
Granatenblüte, brennend rot,
Ist er verwundet oder tot?
Er war so kühn, so stolz, so frei,
Kein Mädchen ging ihm kalt vorbei;
Grünes Blatt der Goldrenette!
Wer doch nicht gestritten hätte!
Jetzt will Liebchen mich verlassen,
Will für alle Zeit mich hassen!
Grünende Olive, bin
Ubern Nistru, hatt' im Sinn,
Ob das Brod so gut wie hüben,
Über'm Grenzflusses drüben.
Grünes Blatt von Rosmarin,
Mach' mich schnell zur Zauberin,
Dass er mit der Andern ende
Und zu mir sich wieder wende;
Auf des Pfluges Spitze schwingt
Sich ein kleiner Kuckuck, singt.
Auf mein Wäg‘lein, auf der Reise,
Setzt vertraulich sich die Meise.
Grünes Blatt der Hasel, springe,
Klinge, klinge wieder, klinge!
Klinge Steinchen in das Thal,
Dreh dich viele hundert Mal!
Bin gewesen, wo ich einst geliebt hab',
Liebchen nimmer mehr gefunden hab';
Und dem Wind ich mich zu führen gab,
Kam da an sein einsames Grab.
Löwenzahnes weiche Kette!
Hab' im Thal am Weg die nette
Lena jüngst erreicht mit Gruß,
Ich zu Pferde, sie zu Fuß.